Jul
06

8. Tag 2018 – 06.07.2018

Bald ist es vorbei mit unserer Entspannungszeit. Unsere ach so ruhigen Kinder kommen schon bald wieder zurück nach Esterwegen. Aufgrund der Nachtwanderung in der letzten Nacht, werden die Kinder bestimmt eine Auszeit am Morgen gehabt haben. Vielleicht waren die Teamer sogar so großzügig und gaben ihnen Zeit bis zum Mittag ihr freies Frühstück zu sich zu nehmen. Ich kenne da auch ein paar Kandidaten, welche diese Auszeit nicht nutzen würden und trotzdem früh aufgestanden sind. Anders hingegen bei den Teamern, welche vermutlich versucht haben, so viel Schlaf wie möglich nachzuholen. Leider werden sicherlich ein paar Teamer entgegen ihrer Willen, früh aufgestanden sein, um sich um unsere Frühaufsteher und das Drumherum zu kümmern. Da der Morgen von den Kindern offen gestaltet werden konnte, wurde auch das Morgengebet sicherlich zum Mittagsgebet umfunktioniert. Zu Mittag könnte es beispielsweise Pfannekuchen mit Gyros und im Anschluss Joghurt als Nachtisch gegeben haben. So kurz vor dem Ende könnte ich mir es auch gut vorstellen, dass die Kinder schon mal ihre Zimmer aufräumen mussten, bevor der Tag weiter ging. Ach… wenn das auch mal hier passieren würde. Bei all dem Zeug könnt ich meinen, dass mein Quälgeist dauerhaft „theflohr is lava“ (kleines Wortspiel) spielen will.

Der Klassiker unter den Amelandspielen ist das Überlebensspiel. Wegen der Zeckengefahr im Wald hoffe ich doch stark, dass die Lagerleitung die Anweisung gab lange Klamotten anzuziehen und „mit Autan nich sünich to ween“. Die dafür zu Verfügung gestellte Zeit wurde garantiert überschritten. Typisch.

Endlich im Wald angekommen wurden möglicherweise die Grundregeln des Überlebens fachmännisch und durch einen exemplarischen Showkampf zwischen den äußerst gutaussehenden und starken Gruppenleitern Dirk und Torsten erklärt (*keine Ironie*). Einen Kampf, so wunderbar und rein. Und als ich sachte, dann erwachte und im Spiegel mich betrachtete, da dachte ich… das kann nur — sorreeeey, abgedriftet. Bestimmt gab es wie in den Vorjahren auch schon ein parallel laufendes Suchspiel. An Stelle der Gruppenleiter hätte ich nämlich Fähnchen im Wald verstecken lassen und zusätzlich bunte Luftballons versteckt, welche Bonuspunktefür die Suchtrupps einheimsen würden.

Nach der finalen Schlacht, in welcher die Kids ihre sogenannten „Fortnite“-Kenntnisse (oder wie auch immer dieses blöde Ballerspiel heißt) nun auch in der realen Welt anwenden konnten, ging es bestimmt erschöpft zurück ins Lager.

Während die Kinder sich die Köpfe im dichten Unterholz eingeschlagen haben, wurde das Lager vermutlich ebensoauseinandergenommen und für die morgige Abfahrt in den LKW geschmissen. Obwohl die Kinder sich von der Schlacht noch nicht richtig erholt haben, gab es, im Lager angekommen, schon gleich die nächste Schlacht. Diesmal jedoch um die Duschen, um die Spuren des Kampfes vom Körper zu waschen. Je nachdem, wie schnell man beim Duschen davongekommen ist, hatten die Kinder sicher mehr oder weniger Zeit, um etwas zur Ruhe zu kommen, bevor sie zum Abendessen gingen. Als Stärkung für die tapferen Krieger und Sucher könnte ich mir Hamburger mit Nudelsalat und Joghurt als Nachtisch vorstellen. Mit solch einer Stärkung hätten sie unter Umständen auch genug Energie gehabt, um ihre Zimmer weiterhin aufzuräumen und die Koffer zu packen. Da ich mir gut vorstellen kann, dass die Zimmer schrecklich aussahen, brauchen die meisten Kindern bestimmt auch die gesamte Zeit bis hin zur Abendrunde.

 

Da ich bisher jeden Tagesbericht natürlich ausführlich gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass noch die Spiele ABC Hitparade und Tisch des Hauses in der Abendrunde fehlen, über welche sich alle Kinder gefreut hätten. Den krönenden Abschluss dieser spaßigen letzten Abendrunde machte sicherlich ein ohrenbetäubender „Laudato Si“-Gesang. Nach einer letzten Hofreinigung, angeleitet von Oberfeldwebel Albers, musstendie Kinder sicher auch dringend ins Bett, damit sie morgen bei der frühen Abreise fit sind.

 

Ich hoffe ihr schlaft gut! Bis morgen ihr kleinen Banausen

 

Jul
05

7. Tag 2018 – 05.07.2018

Liebes Tagebuch,

dieser Tag fing schon gut an. Da bieten wir mal wieder Frühsport an und dann erscheint da kein Kind. Ich meine, hallo? Wofür muss ich dann überhaupt morgens aufstehen? Habe mich dann kurzerhand entschieden einfach allein zum Strand zu gehen und meinen eigenen Frühsport da durchzuziehen.
Wenigstens waren alle Kinder beim Frühstück.
Danach haben wir Teamer uns dann verkleidet und ins Dorf aufgemacht, um das Gruppenleitersuchspiel zu spielen. War eigentlich ganz lustig, weil wir ne Banane dabeihatten und auch so n paar Leute von Disneyfilmen. Zum Beispiel Anna, die von Elsa, die von fremden Kindern der Insel angehimmelt wurde, weil sie einfach Anna war. Gewonnen haben dann die Fantastischen 4-Zehn, die, die gefühlt durchgehend alles gewinnen.
Zum Mittagessen gab es dann Kartoffelbrei und Frikadellen. Hat gut geschmeckt!
Am Nachmittag sind wir mit alle Mann zum Leuchtturm gefahren. Ey, da denkt man, dass man im „Urlaub“ ist und muss trotzdem mit nem Bus fahren. Mit 69 Kindern – gar nicht eng. Wenigstens war die Aussicht oben auf dem Leuchtturm auch was für uns Teamer, auch wenn ich aufgrund meiner Höhenangst nicht mal nach unten, geschweige denn in die Ferne schauen konnte. Richtig beschhhh-eiden war allerdings, dass die Treppenstufen (ZWEIHUNDERTSECHSUNDDREISSIG!) gar nicht zu Angstzuständen geführt haben. Haben aber danach noch coole Spiele am Leuchtturm gespielt, wie das Evolutionsspiel oder ´Huckabanana´. Bei Letzterem wurden wir fast gar nicht merkwürdig von den anderen Besuchern am Leuchtturm angeschaut. War aber vollkommen okay, weil wir das ja schon kennen und unsere Schamgrenze sowieso noch nie so weit oben lag.
Dann kam der Bus erstmal ne halbe Stunde zu spät, als wir wieder ins Lager fahren wollten. Also nochmal ne Runde die Kinder beschäftigen.
Als wir endlich im Lager angekommen waren, gab es wieder was zu Essen. Einer der Höhepunkte überhaupt!

Nach einer weiteren erfolgreichen Abendrunde, bei der wir die unter anderem mit „Laudato si“ stimmlich an die Grenzen brachten, schickten wir die Kinder schließlich ins Bett, um sie dann anderthalb Stunden später, wieder aus den Bette zu holen. Nun stand die Nachtwanderung an. Schön schaurig für die Kinder und selbst für einige Gruppenleiter. Völlig erschöpft kamen die Kinder dann wieder beim Lager an und waren mit Sicherheit auch froh, dass am nächsten Tag ausschlafen anstand.

Jul
04

6. Tag – 04.07.2018

Harriknitter, gistern habt wi hella fiert. Gestern war das Bergfest. Wir haben getanzt und gesungen, Gott sei Dank konnten wir ausschlafen. Mama, nu wäit ik wo Papa sük immer fäult, wenn hei von Schützenfest kummt und anneren Dach nicht up stoarn kann. Aber wi kunn joa utschlorpen. Einige Kinder sind schon früh hoch und konnten zum freien Frühstück, mit 3 Sorten Kellogs, Brot und Kakao. Aber ik hab mi dann um halv 10 docht, dräih di leiver noch morl ümme. Um 12 Uhr gab es schon wieder wat tau spachteln. Chicken Nuggets mit Nudeln. Es war eine Mischung aus Mecces, Mamma Mia und Hamann, nur dusend moarl beter. Quappen kam mit einem grinsenden Gesicht rein. Oma würde sagen: Däi was so bliede at nen Bigge. Der Grund: Es gab seine Leibspeise: Milchreis mit Zimt und Zucker oder Pfirsichsoße. Bis zum großen Spiel hatten wir tierisch viel Spaß. Um 14:30 Uhr stand das große Spiel an. Sarah und Ina habt us alle wat von Drogen und Pillen vertellt, aber ik was dann in dat Speel däi Polizist und habe für Recht und Ordnung gesorgt und habe alles aus dem Verkehr gezogen. Mama, Polizist will ich nicht werden, däi Lü domelt däi ganze Tiet dummet Tüch und daut läigen und Bedräigen. Zwischendurch habe ich dann aber die Seiten gewechselt und war dann Dealer. Aber Mama, dat is noch minner wat för mi, dat ganze illegale Tüch. Am Ende hat die Gruppe gewonnen, die am meisten „Tütchen“ geschmuggelt hat. Wir hatten einen straffen Zeitplan, auf einmal hieß es: Lange Sachen anziehen, wir gehen an den Strand. Ik hab dann an Oma´s Worte gedacht: Kind trekk di ne lange Unnerbüchse an und nen Unnerhemd, nicht dat du di noch verkäulst. Gesagt getan, kamen wir gegen 18:45 Uhr beim Strand an. Vor Ort warteten bereits 2 Trecker mit Anhängergespann. Opa fragt sich bestimmt was für einer das war.  Wat weit ik wat förn Trekker dat was: Fendt, John Deere oder wat: Dat Ding hav väier Reifen hat und gaud ist. Das Ziel hieß: Muschelbank in Buren. Uppen Wech doar henn, kunn ik däi frische Luft genießen und wi habt sogar ne Seerobbe säihn.  Ich habe auch nen Gespräch von einigen Gruppenleitern mitbekommen, eigentlich wollte ich nicht zu hören aber disse Näischierigkeit hab ik dann woll von di Mama. Nu wäit ik uk wat dat tau bedühn hav: Je oller desto doller. Meine Aufgabe nun war, die schönste Muschel zu sammeln. Andreas sagte nämlich: Die schönste Muschel bekommt einen Preis. Alter Schwede, einige Muscheln hatten einen Duft an sich, als wenn däi Burn ut Esterwegen däi ganze Tiet ant Güllen führn bünt. Die Fahrt zurück mit dem Trecker war ebenfalls schön und wir haben gesungen: Eins kann mir keiner nehmen und dat ist die pure Lust am Leben. Mittlerweile hatten wir Hunger. Am Ende angekommen, warteten die Kochfrauen mit Bratwurst und Brot sowie Trinkpäckchen auf uns. Dat hav mi schmokken. Denn Spaziergang tau rügge hent Lager tat richtig gut. Verdauungsspaziergang, Papa würde jetzt bestimmt diesen komischen Leibwächter trinken, aber doar bün wi noch tau jung vör. As wi dann weer int Lager ankohmen bünt, sind wir direkt ins Bett. Frische Luft tut doch ganz gut. Ich weiß Mama, deine Worte: Geh mal nach draußen, frische Luft schnappen und nich alle mit denn Kopp förn Fernseher blieben. Wahre Worte 😊. Einige Gruppenleiter haben untereinader Snickers verteilt. J.S. aus E. würde wohl sonst zur Diva werden, haben sie gesagt. Habe ich nicht ganz verstanden. Aber Oma säch ja immer: Du dröfst woll alles äten aber nicht alles weten. Nun man in die Waagerechte und däi Klüsen dichte moken. Schlorpt alle gaud.

Jul
03

5. Tag – 03.07.2018

Moin, I bims ma wieder.
Weil Mutter ja mal wieder vong niceigkeit her wissen will, wie der Tag so war, fang ich gleich mal an:
Heute morgen fiel Frühsport aus, weil wegen isso (wahrscheinlich lässt der Eifer der neuen Teamer so langsam nach.. Papa warum machen wir zu Hause eigentlich nie um 7 Frühsport? Mama meint immer, dass dein Bierbauch im Weg ist .. stimmt das?)
Boah.. irgendwie läuft unten im Haus immernoch laute Mukke, komisch, dass Teamer angeblich nie müde sind…naja, weiter im Text:
Nach dem Frühstück haben wir in unseren Gruppen einen Auftritt für die Mini-Playback-Show geübt. Harijasses ne war das anstrengend. Mama gib mal bei YouTube „Applepen-pikotarro“ ein… dann weißt du wie die Leute hier so ticken. Crazy ey. Zum Mittagessen gab‘s heute Eintopf. Wehe du erzählst das Oma. Sowas esse ich nur auf Ameland!!! Danach war ich randvoll. Nein, Mama, nicht vom saufen.
Besucht haben uns heute paar people vom Kolping. Die waren ganz nice. Orange is the new black.. verstehen leider nur serien-junkies.
Und daaaaanach ging die pardddyyy erst richtig los.
Wir haben Rundlauf und Brennball gespielt. Cool näää. Habe heute leider keinen Proteinshake getrunken, hab das Pulver leider zu Hause vergessen. Aber Slush-Eis, Popcorn und Zuckerwatte war auch ganz nice. Heute war also nichts mit rummerkeln. Falls du nicht weißt was das heißt, überleg mal was Papa immer macht: nichts.
Danach haben wir uns für den nicen Discoabend fertig gemacht. Die Mädels haben so lange schminki schminki gemacht. Dabei sind die doch ohne so viel schöner…
Dann war das Treffen zum Anpfiff des Discoabends. Unsere Teamer haben Essensmarken verteilt. Jeder hat nur drei Stück bekommen. Ich glaub die setzen uns auf Diät, denn das Essen war meeeeegast lecker. Es gab Pizza, Fish and chips,Champignons (oder wie auch immer man das schreibt) und Buuuurger. Als Nachtisch gabs Obst mit Schoki überzogen. Also doch wohl keine Diät. Was ist das eigentlich für 1 life hier.
Im Anschluss daran waren die Vorstellungen der eingeübten Choreografien vom morgen. Und Mama, ich schwöre auf meinen Kuschelhasen: Die kleinsten Mädels waren die süßesten von allen!
Danach war ordentlich Party angesagt. Also Mutti, wenn ich dann auch bald 16 Jahre alt bin brauchst du mich definitiv nicht schon um 1 oder 2 Uhr morgens abholen. Zum trinken gab es Cocktails. Neeeeein Mama, nichts zum saufen. Waren alle alkoholfrei.
Das Taxi nach Hause kam um 23 Uhr. Ich lieg jetzt auch im Bett, nein Mutter, es dreht sich nichts. Gehe jetzt schlafen,
Ciao tschüssi

 

Jul
02

4. Tag – 02.07.2018

Liebes Tagesbuch,

heute war mal wieder ein aufregender Tag. Ich habe mich dann doch dafür entschieden meinen Wecker um zehn vor neun zu stellen, statt an dem Frühsport teil zu nehmen (ich bin doch nicht so verrückt und stehe freiwillig um sieben Uhr auf).

Zum Tageseinstieg hat Ole uns nach dem Morgengebet gezeigt, wie man eine Banane pflückt. Der hat vielleicht ausgefallene Ideen. Das ging dann irgendwie so „Huckkabanana -> Lostegolabanana -> Pikatschulabanana…“. Dazu mussten wir dann komische Bewegungen machen, was aber total witzig war und super viel Spaß gemacht hat. Danach war dann auch ich wach und konnte mir das Frühstück schmecken lassen. 

In unserer Gruppenstunde haben wir eine „Finde ich an dir gut – Runde“ gestartet. Jeder konnte etwas Positives über den anderen aufschreiben. Dies hat unsere Gruppe noch besser zusammengeschweißt. (Was ist euer Handwerk, SCHWÄITEN…)

Na ja, und dann lief hier heute ein Pinguin namens Dennis durch die Gegend. Mit weißen Handschuhen und einem Zylinder hat er zusammen mit Claudia (die ein Schild für den Shuttleservice mit der Aufschrift „däi üppsten vonne Gemeinde“ gestaltet hat), die Gemeinde von der Fähre abgeholt. Mit einem kräftigen Lied haben wir den Bürgermeister und den stellvertretenen Gemeindedirektor und deren Frauen begrüßt. Jule, die Enkelin von Herrn Willenborg, hat es so gut gefallen, dass sie es kaum abwarten kann im nächsten Jahr mitzufahren.

Heute beim Mittagessen haben wir jedenfalls bessere Erfahrungen mit südkoreanischen Dingen gemacht. Es gab leckeres Putencurry. Für die, die es etwas schärfer mögen gab es zur Auswahl eine scharfe Variante. Das Essen war einfach richtig lecker. (Mama, was hältst du von einem Kochkurs zu Weihnachten bei Petra und ihrem Team?)

Bei dem großen Spiel am Nachmittag (das hörte sich so an, wie die Reihe am Sonntag, die du immer schaust, Mama- „im Namen der Rose“) mussten wir einzelne Stationen anlaufen und dort verschiedene Aufgaben lösen.
,,The Floor is Lava“, haben wir bei Dirk spielen müssen- da haben wir voll verkackt. Letztendlich haben die Fanta 4-zehn den Titel des Tages eingesackt.

Stell dir vor, Felix der Sohn vom Grafen, hat heute Abend die Käsesuppe für sich entdeckt. … nichts mit *watt däi Buur nich kennt, datt frett hei nich* …. Zum Nachtisch gab es passend zu dem sonnigen Wetter ein Eis zur Abkühlung.

Die Abendrunde wurde von unserer DING-DONG KÖNIGIN LEA (W-Punkt, man munkelt es heißt WILHELMINE) mit einem lauten HULDIGT MIR IHR DINGDEN eröffnet. Im Anschluss folgten ein paar Spiele, wobei wir uns nochmal richtig austoben konnten. Sonja und Verena haben wie jeden Abend einen Tagesausstieg vorbereitet. Bei Kerzenschein haben wir eine schöne Geschichte über Gemeinschaft und Zusammenhalt zum Nachdenken gehört.

Bis halb elf durften wir dann noch draußen ein wenig Fußballspielen.
…Und nun muss ich pennen, denn der Buschfunk sagt an, dass morgen Bergfest ist. Ich bin schon total gespannt und aufgeregt. 

Jul
01

3. Tag – 01.07.2018

Liebes Tagebuch

Nach dem Morgeneinstieg mit Ole waren wir alle wieder wach. Mit einer Bolognese zu dem Lied Hubschraubereinsatz sind wir zum Frühstück gegangen.

Nach dem Frühstück gab es dann die Workshops. Viele waren beim Basketball oder am Strand und haben Sandburgen gebaut. Ich habe mit meinen Freundinnen Postkarten gebastelt, dabei Kinderlieder gehört und gesungen. Aber die anderen Workshops sollen auch viel Spaß gemacht haben.

Wir saßen an den Tischen und wollten Mittag essen, als Andreas mal wieder eine von seinen Ansagen gemacht hat „Seid mal leise!“. Nie dürfen wir uns mal so unterhalten, wie wir das wollen…
Das große Spiel am Nachmittag sollte ausfallen. Ich hab mich erschrocken, doch dann hat er gesagt, wir würden zum Strand gehen und dürften vielleicht sogar im Meer schwimmen.
Mama, weißt du, wie ich mich gefreut habe?
Nach dem Mittagessen hab ich dann schnell meinen Bikini angezogen und war Mega aufgeregt.
Dann ging es endlich los. Der Weg war zwar sehr weit, aber es hat sich gelohnt. Zuerst haben wir uns alle zusammen hingelegt und uns etwas ausgeruht. Dann durften wir endlich das erste Mal ins Meer.
Ich war noch nie im Meer und es war unglaublich schön…
Die Zeit verging wie im Flug. Wir waren zweimal im Wasser und schon mussten wir zurück…. aber der Tag war ja noch nicht zu Ende.
Wieder im Lager angekommen war Pater Lucas da.
Alle haben noch schnell vor dem Abendessen geduscht. Nach dem Abendessen mussten wir dann aber alle lange Hosen anziehen, weil wir das erste Mal unseren Lagergottesdienst in einer Kirche feiern konnten. Vorher hab ich mit meinen Freundinnen noch einen Chor gegründet, damit wir auch schön singen. Wir haben alle zusammen mit Lea geübt. Das war total cool und auch der Gottesdienst war super.

An diesem Tag gab es keine Abendstunde.
Als wir wieder im Lager waren haben wir nur noch zwei Runde „Big fat pony“ gespielt. Das hat natürlich wie immer richtig viel Spaß gemacht. Danach hatten wir noch ein bisschen Zeit um zusammen Rundlauf zu spielen.
Nach diesem Tag war ich richtig kaputt und bin auch sofort eingeschlafen.

Bis Morgen

Jun
30

2. Tag – 30.06.2018

Das war eine Nacht… nachdem ich gestern tot müde ins Bett gefallen bin, hab ich wieder richtig Bock auf den zweiten Tag!

Ein paar Leute haben mit Madita und Ina wohl Frühsport gemacht… (Ich dachte mir, was ist mit denen wohl verkehrt…) Die scheinen aber wohl Spaß gehabt zu haben. Egal ich konnte etwas länger liegen bleiben. Draußen dann vor dem Frühstück haben wir den Tag mit einem Gebet begrüßt (Hab dann mal wieder zum Schluss applaudiert… 😀 ) und ah ja … da steht doch so ein Gruppenleiter vorne und sagt wir sollen ihm alles nachmachen und uns bewegen… keine Ahnung was der da geschrien hat (Mini Fi, Mini Fa, Mini- was will der?) Hat aber richtig Spaß gemacht, total albern und richtig gut zum wach werden! Hoffentlich macht Ole sowas jeden Morgen! 😉

Mama, wenn du das liest (tust du eh, so neugierig wie du bist :D)… die Gruppenstunden sind einfach genial! Ob „Die Lollipops“, „Team Omega“, „Die Fighting Girls“, „Die Pappnasen“, „Die Fanta Vier- Zehn“ oder „Die flotten Hotten“, Gemeinschaft wird hier GROßGESCHRIEBEN! Jede Gruppe hat für sich etwas Tolles gemacht. Wir haben zum Beispiel Kooperationsspiele gespielt. Gar nicht so einfach ein Ziel zu erreichen, aber ZUSAMMEN hat das super geklappt! Bei einer anderen Gruppe habe ich mitbekommen, die sind ins Dorf gegangen ZUM EISESSEN?! … APROPOS EIS!!!! Die Slusheis-Maschine ist der HAMMER! Nur dieses lilane undefinierbare Zeugs (gab es wohl bei Amazone Prime.. Versandkostenfrei…) schmeckt eher nach Popel als nach Popcorn… (Woher auch immer ich weiß wie Popel schmecken…)

Das Folgende hat zwar nichts mit dem Slush zutun, aber Niklas hat heute seinen locken Milchzahn verloren! Das wurde auch Zeit! Die Zahnfee (hört wohl auf den Namen Maik..) hat ihm sogar eine Tüte Chip unters Kopfkissen gelegt!

Wenn das Mittagessen so bleibt, werde ich noch kugelrund.. Danach war das große Spiel angedacht.. DOCH..

(Und Mama… jetzt solltest du Papa lieber alleine weiter lesen lassen…)

Wir hatten ein riesiges Problem! Irgendjemand, bessergesagt irgendwelche komischen Leute hatten es auf uns und unser Ferienlager abgesehen!?(Sie nennen sich selbst wohl „AFP- Anti-Ferienfreizeit-Partei…) Nach einer erschütternden Videobotschaft wurde uns so einiges klar… Die Hälfte unserer Gruppenleiter wurde entführt und wir haben nur noch eine Chance sie zu retten! Was sollten wir denn nur ohne Lene, Lea, Ulf, Maik, Madita und Ina machen??? (Wir hätten das Lager natürlich fast abbrechen müssen! Sorgen um das Wohl unserer Teamer haben wir uns natürlich auch gemacht..)

Aber Mama und Papa, Brüder Schwestern und Genossen.. Keiner rechnet mit so einem starken Team, wie mit uns! (Sind ja nicht die Nationalmannschaft, nä…) Siegreich, als Schlag gegen die AFP haben wir sie alle retten können! Mit selbstgebauten Tragen und Verbandsmaterial geht es den Gruppenleitern wieder gut.. (Der Schock wird wohl noch etwas anhalten.. immerhin hat Maik durch seine Wunden ein paar Haare am Arm verloren..) Nur eine Sache konnte ich noch nicht ganz verstehen.. Überall im Wald waren Luftballons versteckt.. Darin waren Karten mit Zahlen.. Wofür die wohl sind ?..

Dieses Rätsel wurde  in der Abendrunde schnell gelöst! Die Zahlen sind für echt krasse Kisten und deren Schlösser! Nachdem jede Gruppe nach ein paar Versuchen die Truhe öffnet und die Süßigkeiten entdeckt, ist die Freude über die gelungene Rettungsmission komplett! (Inklusive Jubelrufe und Danksagungen der Geretteten..)  Nach ein paar lustigen Spielen stellen Verena und Sonja den Tagesausstieg vor. Wir alle sind das Team des Tages! Und nach einer kurzen, schönen Geschichte haben wir zusammen ein Plakat gestaltet, auf dem ALLE unterschrieben haben! Wir sind einfach ein tolles Team! Puuhh.. das war ein spannender und erfolgreicher Tag für mich. Ich bin gespannt was noch alles auf uns wartet (Ich glaube morgen gibt es Wokshops..) Ich hau mich jetzt erstmal ins Hochbett und genieße die „Nachtruhe“. 😉

 

K1600_DSC_0587

Jun
29

1. Tag -29.06.2018

Liebes Tagebuch,

Obwohl ich Sommerferien habe, musste ich trotzdem super früh aufstehen, weil ich auf die beste  Insel der Welt fahre. Nach AMEEELAND :D:D:D

Ich habe mich morgens mit meinem Freunden bei der Tanke getroffen und vor dem Reisestart haben wir einen Reisesegen von unserem Pater Lucas erhalten. Die Fahrt war etwas lang aber dafür weiß ich jetzt wie die Mama von Niki Lauda heißt. Für meine Mama, die mein Tagebuch immer liest, sie heißt Elisabeth. Danach durfte ich mit einer Fähre zur Insel fahren und musste zu Fuß zum Lager laufen …

Beim Lager gab es erstmal Hotdogs (wurde auch Zeit :D). Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, haben wir uns draußen für einige Minispiele getroffen. Auf einmal haben wir GPS Geräte in die Hand gedrückt bekommen und wir konnten eine Route ablaufen. Bei jeder Koordinate warteten Gruppenleiter auf uns, bei denen wir Aufgaben überwältigen mussten. Als erstes sind wir an einem großen Kirchturm angekommen und haben dort mit Holzklötzen andere Holzklötze umgekegelt. Ich war natürlich der Beste und habe alles abgeräumt.

Danach sind wir an einer Burg auf einem Abenteuerspielplatz angekommen. Die Teamerin Verena hat eine super schweren Parkour aufgebaut bei dem ich sogar über meine eigenen Gruppenmitglieder steigen musste und das auf allen vieren. Die GPS Geräte führten uns in den großen Wald von Ameland. Dort habe ich mich künstlerisch betätigt und Gruppenleiter Ole meinte, ich wäre ein Picasso, denn ich malte im Sand vorgegebene Begriffe, welche meine Teammitglieder erraten mussten. Als Picasso wurden sämtliche Kunstwerke innerhalb der Zeit erraten ;D;D.

Im Wald beim Gruppenleiter Thorsten mussten wir seine Prinzessinnen Krone im Wald finden, mit der er wirklich gut aussah. Durch den Wald sind wir zum Strand gekommen und haben beim Tauziehen Dennis und Claudia besiegt. Ich sag nur EASY!!!

Danach liefen wir ein gutes Stück am Strand lang bis wir endlich am Ende angekommen sind. Die GPS Geräten zeigten 3km Luftlinie der gesamten Strecke an aber es waren gefühlt 10km. Wieder zurück im Lager hatten wir noch etwas Freizeit und konnten einkaufen gehen (ja Mama, ich hab nur Obst und Wasser gekauft) oder spielen gehen. Nach dem mega geilen Abendessen haben wir noch eine Abendrunde gemacht. Vor den viele Spielen haben wir einige Lieder gesungen oder eher gegröllt. Nachdem Abendgebet, welches durch einem Applaus beendet wurde, ging es in Bett. ENDLICH!!

Dein Sohn/Tochter/Freund/Bekannte/er

 

K1600_DSC_0619

Jul
01

9 Tag – 01.07.2017

Heute geht es nach Hause!

Die Gruppenleiter begannen den Tag bereits um 6.30 Uhr. Die Damen der Küche waren da bereits schon etwas länger auf, um das Frühstück für alle vorzubereiten. Nach dem die Gruppenleiter gefrühstückt hatten, wurden die Kinder geweckt.

Während die Kinder mehr oder weniger ausgeschlafen am Frühstückstisch saßen, verluden die Gruppenleiter das Gepäck im LKW.

Um 9.30 Uhr ging es für den LKW und den Bulli mit der Fähre Richtung Heimat. Die Kinder nahmen die Fähre um 10.30 Uhr.

Um ca. 15.00 Uhr waren alle wohlbehalten in Esterwegen angekommen. Das Material war wieder verpackt und die Eltern konnten ihre Kinder in die Arme schließen.

Abschließend können wir nur noch einmal allen danken, die unsere Ferienfreizeit, wie auch immer, unterstützt haben.

Jun
30

8. Tag – 30.06.2017

Traditionell wird nach der Nachtwanderung ausgeschlafen. Jeder durfte frühstücken wann er wollte. Die Küche hatte ein Frühstücksbuffet im Speisesaal aufgebaut. Den Rest des Vormittags hatten alle noch etwas Freizeit, um letzte Besorgungen im Dorf zu machen.

Mittags gab es dann 500 Reibekuchen, um danach gestärkt das Überlebensspiel zu veranstalten. Das Wetter hierfür war optimal. Es hatte in den letzten Tagen etwas geregnet, aber pünktlich zum Spiel war es trocken, so dass die große Schlacht beginnen konnte.

Während die Kinder die Schlacht der Schlachten ablieferten, fingen Andreas, Jürgen, Dennis und Verena bereits an, das Material zu überprüfen und wieder im LKW zu verstauen.

Nach dem Überlebensspiel mussten erst einmal alle duschen. Die dreckigen Klamotten wurden in Säcke verpackt, so dass sie auch ordnungsgemäß Zuhause ankommen.

Das Abendessen war ein Fest der Reste.

In der letzten Abendrunde der diesjährigen Freizeit wurden noch einige Spielwünsche erfüllt. Die Freizeit wurde dann mit dem Lied von Joan Osborne – One of us – beendet.